April 2012
Darf man überhaupt ein Buch empfehlen, das man noch nicht einmal zu Ende gelesen hat? Vermutlich schon, denn ein Sachbuch ist normalerweise nicht darauf ausgelegt gegen Ende immer spannender zu werden. Und trotzdem ist dieses Buch spannender als manche Bestseller-Thriller.
Ich bin zwar erst bis zur Hälfte gekommen, aber schon ab der ersten Seite an merkt man, dass es sich lohnt weiterzulesen.
In "Tiere essen" von Jonathan Safran Foer behandelt der Autor wirklich spannende (!) Sachverhalte zum Thema Tiere und unser Verhalten, das wir Menschen ihnen entgegenbringen. Denn man schreibt Fischen z.B. andere Eigenschaften zu als Hunden. Wieso sehen wir den Hund als Individuum und den Fisch als Teil einer Masse? Und wieso essen wir Schweine und nicht Hunde? Wieso Hühnerflügel, dafür aber nicht Hühnerköpfe?
Sein erster Sohn wurde gerade geboren und er muss sich mit der Frage auseinandersetzen, ob es vertretbar ist seinem Sohn Fleisch von Tieren zu geben, die unter grausamsten Bedingungen getötet werden und voll mit Antibiotika verseucht sind. Jonathan Safran Foer ist Vegetarier, versucht aber nicht militant den Leser davon zu überzeugen seinen Lebensweg zu folgen. Allerdings überzeugt er einen sehr gut davon, wenn man von den Grausamkeiten liest.

