Stadt Storkow reagiert auf Müllproblematik an Altkleidercontainern – zwei Standorte abgebaut
Die Stadt Storkow (Mark) hat zwei stark frequentierte Altkleidercontainer-Standorte – an der Reichenwalder Straße und am Bahnhof – vollständig abgebaut. Grund dafür ist die zunehmende Vermüllung an diesen Stellen: In den vergangenen Wochen hatten die Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger massiv zugenommen. Immer wieder wurden größere Mengen an Altkleidern, Schuhen, Kartons oder sonstigem Abfall direkt neben die Container gestellt.
Solche Ablagerungen gelten als illegale Müllentsorgung. Da es sich um öffentliche Flächen handelt, musste die Stadt regelmäßig und mit erheblichem Aufwand für Sauberkeit sorgen. Bei den nun entfernten Containern handelt es sich um Standorte auf städtischen Grundstücken. In solchen Fällen bestehen Nutzungsverträge mit den Betreibern, sodass die Stadt hier unmittelbar handeln kann. Anders sieht es bei Containern aus, die auf privaten Flächen stehen – auch solche gibt es im Stadtgebiet. Dort hat die Stadt keinen direkten Einfluss auf Aufstellung oder Rückbau. In den letzten Jahren sind bundesweit immer weniger Altkleidercontainer erhalten geblieben, da sich der Betrieb für viele Anbieter wirtschaftlich nicht mehr lohnt. Auch in Storkow ist die Anzahl der Sammelstellen gesunken. Trotzdem gibt es weiterhin einige Standorte mit Containern im Stadtgebiet. Zudem besteht die Möglichkeit, Altkleider über die Abgabestellen des Kommunalen Wirtschaftsunternehmens Entsorgung des Landkreis Oder-Spree (KWU) zu entsorgen. Die Stadt prüft aktuell, wie eine nachhaltige und wohnortnahe Lösung für die Sammlung von Alttextilien aussehen könnte – ohne dass es erneut zu unzumutbaren Zuständen kommt.
Bürgerbeteiligung erwünscht
Die Stadt ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ihre Ideen und Vorschläge zur Verbesserung der Altkleiderentsorgung einzubringen. Anregungen nimmt die Stadtverwaltung gerne unter 033678 68-429 oder entgegen. (svs)
Pressemeldung der Stadt Storkow (Mark) vom März 2025:
Neue Regelungen zur Kleiderentsorgung: Schmutzige oder gänzlich zerschlissene Alttextilien gehören weiterhin in den Restmüll
Seit dem 1. Januar 2025 gilt eine neue EU-Richtlinie zur Entsorgung von Alttextilien. Ziel der neuen Vorgaben ist es, die Wiederverwertung von Kleidung zu verbessern und die Umwelt zu entlasten. Demnach müssen wiederverwertbare Kleidungsstücke in dafür vorgesehene Altkleidercontainer entsorgt werden – entweder in die Container privater Anbieter oder in die DRK-Sammelbehälter auf den KWU-Wertstoffhöfen. Stark beschädigte oder verschmutzte Kleidung darf weiterhin über den Restmüll entsorgt werden.
Die unsachgemäße Nutzung der Altkleidercontainer u.a. auch in Storkow und den Ortsteilen stellt jedoch ein zunehmendes Problem dar. Immer häufiger landen neben alten Textilien auch Restmüll, Gartenabfälle, Elektroschrott oder sogar Tierkadaver in den Behältern. Dies führt dazu, dass große Mengen an gesammelter Kleidung nicht mehr recycelt werden können und stattdessen kostenintensiv entsorgt werden müssen. Für viele private Betreiber rechnet sich das Aufstellen der Container daher nicht mehr, sodass zahlreiche Standorte bereits abgebaut wurden. Besonders betroffen ist die Altkleidersammlung in der Reichenwalder Straße in Storkow (Mark). Dort wurden die Container minimiert. Die noch vorhandenen Container sind regelmäßig überfüllt, sodass sich immer mehr Altkleidersäcke und Abfälle daneben stapeln.
Um für die Reduzierung der Altkleidercontainer eine Lösung zu finden, wurde eine Kooperation zwischen KWU-Entsorgung und dem DRK-Kreisverband Märkisch-Oder-Havel-Spree e. V. ins Leben gerufen. Der Kreisverband hat auf den KWU-Wertstoffhöfen im Landkreis Oder-Spree eigene, im DRK-Design gestaltete Boxen für die Altkleidersammlung aufgestellt. Weitere Informationen zu den Sammelmöglichkeiten sind auf der KWU-Homepage verfügbar. (svs)
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