Landrat ruft Großschadensereignis aus

Storkow (Mark), den 20. 12. 2020

Der Landrat des Landkreises Oder-Spree hat mit Beginn am Montag, den 21. Dezember 2020, 00:00 Uhr ein Großschadensereignis festgestellt.

 

Das im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehende Infektionsgeschehen im Landkreis Oder-Spree führt zu Personalengpässen, Stationsschließungen sowie zu einer erhöhten Auslastung der Bettenkapazitäten in den Klinken und Pflegeeinrichtungen. Die Verlegung von schwerkranken Covid-19-Patienten in externe Kliniken außerhalb des Kreisgebietes, interne Verlegungen zwischen den Standorten der Kliniken im Landkreis Oder-Spree, Entlastungs- und Dialysefahrten sind dringend erforderlich und führen zu einem stark erhöhten und zusätzlichen Transportaufkommen. Aus der zunehmenden Fallzahl ergibt sich aufgrund der hohen Auslastung der Kliniken, den steigenden Neuinfektionen, der täglichen Patientenzuströme sowie der begrenzten Personalkapazitäten in den Kliniken eine Gefährdung für eine erhebliche Anzahl von Personen. Da die Infektionszahlen stetig zunehmen und mit einer Trendumkehr nicht kurzfristig gerechnet werden kann, ist von einer sich weiter zuspitzenden Situation auszugehen.  

 

Damit wird der Landkreis Oder-Spree durch den Einsatz weiterer Strukturen und Institutionen neben der Mobilisierung aller Reserven des Rettungsdienstes in die Lage versetzt, die Koordinierung der Patientenströme durch die Unterstützung der Einheiten des Katastrophenschutzes mit Transportkapazitäten zu gewährleisten. Alle einzubeziehenden Einrichtungen und Institutionen wurden über die Feststellung in Kenntnis gesetzt und die benötigten Strukturen des Katastrophenschutzes wurden hochgefahren. Daher wird es erforderlich, auf alle vorhandenen Kapazitäten des Brand-, Zivil- und Katastrophenschutzes zurückzugreifen.

 

Das Großschadensereignis ist die letzte Stufe unter der Erklärung des Katastrophenfalls.